Springrichten * Springreiten Richten Bewertung Regeln Prüfungen
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"Springrichten leicht gemacht"
von Ernst Gössing
114 Seiten - gebunden - Neusser Druckerei und Verlag GmbH - ohne Jahr (ca. 1982)
Ein fundiertes und spannendes Buch zum Richten beim Springreiten - geschrieben von Ernst Gössing, einem der Väter der LPO und langjährigem Turnierleiter.
"Seit Beginn des Turniersports stehen in der ganzen Welt die Springprüfungen im Vordergrund des Interesses der Aktiven und der großen Zuschauermassen und Reitsportanhänger. In vielen Ländern konzentriert sich dabei der Turniersport fast ausschließlich auf die Durchführung von Springprüfungen.
In der Bundesrepublik wird demgegenüber die ganze Palette der Reitdisziplinien — und dabei bevorzugt die Dressur — als Ausbildungsgrundlage betrieben.
Von Jahr zu Jahr ist die Zahl der Turniere und der dabei durchgeführten Prüfungen gestiegen. Gleichzeitig stieg die Zahl der Teilnehmer, wurden die Leistungsanforderungen erhöht und die Parcours schwieriger.
Für die Masse der Zuschauer bedeutet Springen Tempo, Spannung, Nervenkitzel und Attraktion. Man will es miterleben und sich freuen, wenn die Spitzenkönner in voller Harmonie mit ihren Pferden die schweren Hindernisse in spielerischer Leichtigkeit überwinden.
Auch beim bundesdeutschen Turniersport liegt schon immer das zahlenmäßige Schwergewicht bei den Springprüfungen. Ihr Anteil betrug stets über 50 % und wurde z. B. für 1981 von der FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung e. V.) mit 57,1 % angegeben.
Doch die Entwicklung des bundesdeutschen Springsports, besonders in den letzten Jahren, machen erst die Zahlenangaben deutlich, die über die allgemeinen stattgefundenen Springprüfungen herausgegeben worden sind.
Von nur 5800 Prüfungen im Jahre 1976 stieg die Zahl Jahr für Jahr stetig — man kann sagen — explosionsartig auf 17 800 Springprüfungen im Jahre 1981 an.
Das bedeutet in nur 6 Jahren eine Verdreifachung der Springprüfungen.
Diese, bis dahin nie gekannte, gewaltige Ausweitung der Springwettbewerbe ist jedoch leider nicht nur erfreulich. Sie hat eine Fülle von Aufgaben mit sich gebracht, die an die Veranstaltungsorganisation und die für die ordnungsmäßige Durchführung Zuständigen gewaltige Anforderungen stellt.
Im Vordergrund stehen dabei die Springrichter.
Woche für Woche, an vielen Tagen eines jeden Jahres, stellt sich eine große Zahl dieser Springrichteridealisten für die Richtertätigkeit zur Verfügung. Sie alle haben sich mit den einschlägigen Bestimmungen vertraut gemacht und bemühen sich nach bestem Können, Wissen und Gewissen gerecht zu entscheiden. Trotz dieses Bemühens kommt es immer wieder zu Fehlentscheidungen, treten Meinungsverschiedenheiten auf, oder ergeben sich Unklarheiten in der Auslegung der geltenden Regeln.
Mit dazu beizutragen, daß das Springrichten leichter wird, ist der Zweck der hier zusammengefaßten Fälle.
„Wie wäre Ihre Entscheidung?“
(Vorwort)