Seltene Kandem 409 Bauhaus Leuchte von Marianne Brandt 1926

2.450 €

Versand möglich
48143 Münster (Westfalen) - Centrum
18.02.2026
  • Farbe Weiß
  • Zustand Sehr Gut
  • Material Glas
  • Beschreibung

    Extrem seltene Deckenleuchte, Modell 409, entworfen von Marianne Brandt 1926 in Kooperation der Metallwerkstatt des Bauhauses mit dem Leuchtenhersteller Körting & Mathiesen (Kandem).

    Wundervoll filigran geformter Lampenschirm aus Opalglas mit Abstufung am unteren Rand.
    Originalzustand mit nur sehr leichten altersbedingten Gebrauchsspuren; Patina.

    Höhe 76 cm
    Durchmesser 30 cm

    Versicherter Versand oder Abholung in 48143 Münster möglich.
    Bei Fragen gerne melden.

    --

    Das im Jahr 1889 in der Stadt Leipzig gegründete Unternehmen Körting & Mathiesen etablierte sich innerhalb weniger Jahre als ein international agierender Hersteller von hochwertigen Leuchten, leistungsstarken Scheinwerfern, präzisen Stromzählern und einer Vielzahl anderer elektrischer Geräte. Im Jahr 1914 benannte sich die zwischenzeitlich in den nahegelegenen Vorort Leutzsch umgesiedelte Firma schließlich in Kandem um. Bei diesem neuen Namen handelt es sich wohl um ein raffiniertes Portemanteau, das aus den Initialen Ka und Em gebildet wurde. Schon früh zeigte das Unternehmen ein besonderes Interesse und Engagement für die ergonomische Arbeitsplatzbeleuchtung, insbesondere durch innovative Leuchten, die sich je nach Bedarf schwenken und präzise ausrichten lassen. Wie Gustav Laue, der technische Direktor von Kandem, feststellte: „Eine allseitig bewegliche Gelenkleuchte gehört ebenso zum Arbeitsplatz wie ein guter Schraubstock und einwandfreies Werkzeug, wenn hochwertige Arbeit geleistet werden soll.“ Dieser hohe funktionale Anspruch, den Kandem an seine Produkte stellte, prädestinierte die Firma für eine fruchtbare Kooperation mit dem Bauhaus. Die am Bauhaus üblichen Industriekooperationen sorgten einerseits für wichtige zusätzliche Einnahmen und verankerten andererseits die Lehre stark in der praktischen Anwendung. Für die industrielle Produktion zu entwerfen, war am Bauhaus schließlich Teil des Programms. Bereits 1926 initiierte Marianne Brandt als stellvertretende Leiterin der Metallwerkstatt eine bedeutende Kooperation mit der etablierten Berliner Beleuchtungsfirma Schwintzer & Gräff. Bald darauf folgte die ebenso bedeutende Zusammenarbeit mit Kandem, für die Brandt wiederum maßgeblich verantwortlich war. Gemeinsam mit Hin Bredendieck ist sie außerdem Urheberin der meisten im Rahmen dieser Kooperation entstandenen innovativen Entwürfe.

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