Rudolf Steiner - Die geistigen Hintergründe der sozialen Frage - IV. Band - 1951

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€ 8,99
 

RUDOLF STEINER - Die geistigen Hintergründe der sozialen Frage - IV. Band / Menschliche Verantwortlichkeit Weltverantwortlichkeit / .Menschheitskultur

Fünf Vorträge, gehalten zwischen dem 9. und 16. November 1919 in Dornach bzw. Basel

Nach einer vom Vortragenden nicht durchgesehenen Nachschrift im Auftrag der Rudolf Steiner-Nachlassverwaltung herausgegeben von

C. S. Picht
 
Verlag, Druckerei etc.
 
Im Sebstverlag der Rudolf Steiner-Nachlassverwaltung, Dornach / Schweiz 1951

Copyright 1951 by Rudolf Steiner-Nachlassverwaltung, Dornach

Printed in Switzerland by Buchdruckerei R. G. Zbinden & Co., Basel
 
Art und Zustand des Einbandes
 
Pappeinband (Softcover)

berieben und leicht verschmutzt

an den Ecken und Kanten stellenweise etwas bestoßen oder gestaucht
 
Seitenanzahl und -zustand
 
87 Seiten

leicht randgebräunt

stellenweise können mehr oder weniger Anstreichungen oder Notizen vorhanden sein

mit den üblichen Gebrauchsspuren, die beim Lesen auftreten können
 
Sprache
 
Deutsch
 
Buchabmessungen
 
Buchhöhe: ca. 241 mm

Buchbreite: ca. 170 mm

Buchdicke: ca. 8 mm

Versandgewicht: ca. 200 g
 
weitere Informationen
 
Das Buch hat folgenden Inhalt
 

              
I.
     

Der Mensch als Willens- und intelligentes Wesen. Zwischen den menschlichen Willenskräften und den Naturkräften besteht ein inniges Verhältnis. Nichts geschieht im Erdenlaufe, ohne dass der Mensch selbst unter den wirkenden Ursachen ist. Bei der atlantischen Katastrophe hat mitgewirkt, was die Menschen an Unmoralischem auf der Erde getan haben. Viel von dem, was im mineralischen, pflanzlichen und tierischen Reich geschieht, wird verursacht durch die menschlichen Willenskräfte. Der menschliche Wille hat die Fähigkeit, alle übrigen Kräfte zu zersetzen; er hängt zusammen mit den auflösenden und zerstörenden Kräften unseres Planeten. Schwarze Magie besteht darin, dass die Menschen lernen, ihren Willen so zu gebrauchen, dass sie mit der Zerstörungskraft nicht nur innerhalb der menschlichen Natur bleiben, sondern über diese hinausgehen. — In dem intelligenten Pol des menschlichen Wesens, so wie er im Schlafe wirkt, liegen für die Welt die Aufbaukräfte. Die Menschheit hat die Verantwortung für das, was die Erde in kosmischen Zeiten durchmacht. Die Erde ist gewissermassen der Leib der ganzen Menschheit. Mit dem Weltbewusstsein erweitert sich die menschliche Verantwortlichkeit zur Weltverantwortlichkeit. — Wirkliche Kunst ist ein Abglanz der übersinnlichen Wahrheit. Goethes „Faust". Das Aufkommen der Landschaftsmalerei als ein Symptom materialistischer Gesinnung. Die gegenwärtige Zivilisation hält alles, was äusserlich erscheint, für Wirklichkeit. Eine Wirklichkeit hat man nur in einem Zusammengehörigen vor sich. Der Mensch ist keine Wirklichkeit ohne die Erde, — die Erde keine Wirklichkeit ohne den Menschen. 9. November 1919


            
II.
     

Beim Heruntersteigen in das irdische Dasein hat die Menschheit eine einheitliche Urweisheit mitgebracht. Diese hat sich dann nach den verschiedenen Territorien der Erde spezifiziert und ist mehr und mehr verglommen. Würde nicht ein geisteswissenschaftlicher Einschlag in die Welt kommen, so würden sich die Menschen über die Erde hin ganz nach ihren Territorien differenzieren. Vom Westen her würde sich nur wirtschaftliches Denken ausbreiten, vom Osten herüber geistige Wahrheiten; Mitteleuropa würde das intellektuelle Gebiet pflegen. Der Osten würde wirtschaftlich ein Ausbeutungsobjekt für den Westen werden. — Die drei Seiten des irdischen Kulturlebens: der Orient ist die eigentliche Heimat des Ethischen, im Westen wurde ausgebildet das Nützlichkeitsprinzip; in der Mitte bildete sich der ästhetische Typus heraus (Kant, Schiller, Goethe). — Das „Künstlerische" in der „Philosophie der Freiheit". — Die Memoiren von Tirpitz, Bethmann und Ludendorff als Dokumente des Denkens aus der Zeit des vorchristlichen Rom. — Die Typen des „praktischen" und des „phantastischen" Menschen im neunzehnten Jahrhundert. — Aus den Tatsachen des Lebens (Weltkrieg) und der Geschichte (Bismarck) müssen die Menschen lernen, ihre Urteile zu revidieren — durch die Geisteswissenschaft. 14. November 1919


           
III.
     

Die Menschen wären kindlich geblieben, wenn ihnen nicht von Luzifer die Urweisheit gegeben worden wäre. Die Weisen der altindischen Kultur, welche diese Urweisheit empfingen, mussten sich verpflichten, sie im Dienste der Erdentwicklung zu gebrauchen, ohne Luzifer zu verfallen. Sprechen und Denken wurden Luzifer entlistet. — Das luziferische Denken generalisiert, das ahrimanische Denken differenziert. — Goethe dachte am wenigsten luziferisch. Seit die Menschen der Erde verwandter geworden sind, entfremden sie sich dem luziferischen Elemente, es bringt ihnen weniger Nutzen. An Stelle der luziferischen Weisheit muss eine neue Weisheit aus freiem Menschenwillen heraus errungen werden, sonst verfällt die Menschheit Ahriman. — Die Christus-Wesenheit ist dem Menschen eine Art Genosse geworden, welcher ihn aus dem luziferischen Kampf heraus- und in den ahrimanischen Kampf hineinführt. — Die kosmische Arbeit der Geisteswissenschaft. — Ausser durch Goethe ist in der neueren Zeit nichts Neues an Begriffen und Ideen gekommen 15. November 1919


         
IV.
     

Hemmungen aus dem Geistesleben der Gegenwart für die Fortentwicklung der Menschheit: die Broschüre des Professors Dr. Friedrich Traub, Rudolf Steiner als Philosoph und Theosoph, 1919. 16. November 1919


           
V.
     

„Der Geist als Führer durch die Sinnes- und die übersinnliche Welt". Oeffentlicher Vortrag, Basel, 10. November 1919. Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft. — Goethes Metamorphosenlehre. — Die Erweckung von Erkenntniskräften. — Die Bedeutung der Geisteswissenschaft für das soziale Leben: der soziale Impuls, das Verhältnis von Mensch zu Mensch, das soziale Zukunftsbild des Menschen.
 
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