Musikzeit in der Epophanien Kirche, Hamburg

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Datum:
vom 09.09.2018 um 16:00 Uhr 18:00 Uhr
 
Michail Glinka, RECITAL - „Jemand denkt einmal an mich und atmet die Stille ...“

Michail Glinka wird „Vater der russische Schule und der Oper“ genannt. Seine Opern „Das Leben für den Zaren“ oder „Russland und Ludmila“ gehören heute zum meisterhaften, zum etablierten Repertoire nicht nur jedes russischen Opernhauses. Konzertsäle, Musikstätten und anspruchsvoller Gesangswettbewerb sind nach ihm benannt, und jeder bedeutende russischer Sänger singt Glinkas Werke. Allerdings war er in seiner Zeit nicht so bekannt. Der Berliner Journalist, Musikkritiker und Dichter Ludwig Rellstab bezeichnete ihn in seinem Nekrolog als den „Ersten Nationalrussen“. Er erwähnte ihn als den Komponisten großer Opern, der außerdem diverse Gedichte Goethes ins Russische übersetzte und dann komponierte, und der dennoch nicht den verdienten Bekanntheitsgrad erreichte. Eine besondere Bindung hatte Glinka zu Berlin. Zuerst kam der 29jährige im Jahre 1833 dort an, wo er den bekannten Musiktheoretiker und Pädagogen Siegfried Wilhelm Dehn kennenlernte, mit dem regelmäßige Ausarbeitungen bezüglich der Beherrschung des Kontrapunkts stattfanden. Glinka hat Dehn mit den Partituren der Opern „Das Leben für den Zaren“ und „Ruslan und Ludmila“ bekannt gemacht. Michail Glinka beschäftigte sich sorgfältig mit der westlichen Fuga, und sein Traum war es, diese Tradition für eine weitere Verwendung in der russischen kirchlichen Musik zu entwickeln. Er wollte eine dem russischen Ritus entsprechende Volksmesse, dreistimmig, wie es sein heimatlicher kirchlicher Gebrauch bestimmt, schreiben. In Berlin widmete sich Glinka auch den Werken von Beethoven, Haydn, Bach und Gluck, und er besuchte Konzerte und Opernaufführungen. Bei seinem dritten Besuch lernte er Giacomo Meyerbeer kennen, mit dem er bis zum Tod befreundet blieb.

Glinkas Romanzen und Lieder spiegeln dessen ganz persönliche Gefühle zu den Ereignissen seiner Zeit und seines Lebens. In dem Glinka Recital lässt die deutsch-russische Sopranistin Julia Sukmanova, die Preisträgerin des ARD und Richard Strauss Wettbewerbe den Zuhörer in eine besondere Welt der russischen musikalischen Seele eintauchen. Es ist heutzutage eine Rarität so einen Liederabend zu erleben, an dem nur Lieder von Glinka vorkommen. Eine Rarität, denn in unserer Zeit der Events gibt es nur wenige Künstler und Künstlerinnen, die sich so einer Intimität und solch feiner Gesangskunst widmen. Mit einem unglaublichen Ausdruck, der Liebe und der Grenzenlosigkeit des Fachs – sei es „Ich bin hier Inesilija!“ für Tenor oder „Nächtliche Heerschau“, ein Klassiker im Bassrepertoire – überwältigt die Sopranistin mit ihrer Leidenschaft und Treue zum Text nicht nur den Kenner von Glinkas Musik. Die feinfühlige deutsche Interpretation des Liedes „Du möchtest gern mich glauben lassen“ zeigt, dass das Erbe des Komponisten eigentlich keine sprachlich-nationale Einrahmung kennt. Es spricht jeden im Herzen an der zuhört. Er hält inne und atmet die Stille.

Musikzeit, am 9. September 2018 um 16 Uhr.

Julia Sukmanova, Sopran

Elena Sukmanova, Klavier


INFO: *********


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