Kinder- und Hausmärchen von Brüder Grimm

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Kinder- und Hausmärchen von Brüder Grimm
mit vielen Bildern von J. Grabinaski - erschienen im Deutschen Bücherbund Stuttgart / Hamburg
Zu einer Zeit, als die Aufklärung allem Wunderbaren in der Dichtung den Stempel des Trivialen aufgedrückt und es in die Kinderstuben verwiesen hatte, machten Jacob und Wilhelm Grimm mit ihrer Sammlung von Kinder- und Hausmärchen eine gering geschätzte literarische Gattung salonfähig. Ihre überwiegend aus mündlicher Überlieferung stammenden Texte verknüpfen ganz selbstverständlich Übernatürliches mit Alltäglichem und zeichnen ein Weltbild, in dem das Gute über das Böse triumphiert und soziale Schranken überwunden werden können. 
Entstehung: Die viel beachtete Sammlung von deutschen Volksliedern, die Achim von R Arnim und Clemens R Brentano unter dem Titel Des Knaben Wunderhorn ab 1805 veröffentlichten, schürte auch bei den Grimms die romantische Begeisterung für die »verlorenen Töne der Poesie« (Arnim). Sie reichten ihre zunächst sporadisch, ab 1807 systematisch gesammelten Volkslieder und -märchen an Brentano weiter, der die Herausgabe einer Märchensammlung plante. Als diese nicht zustandekam, planten die Brüder, selbst einen Altdeutschen Sammler zu begründen, der in jährlich erscheinenden Bänden die Ergebnisse planmäßigen Zusammentragens volkstümlicher Überlieferung enthalten sollte. Doch dieses Vorhaben kam ebensowenig voran wie das Brentanos, so dass Arnim die Grimms ermunterte, wenigstens das Vorhandene zu publizieren. So erschien 1812 der erste Band der Kinder- und Hausmärchen mit 86 Texten, dem rasch (Anfang 1815) ein zweiter Band folgte. Die Veröffentlichung eines dritten Bandes erwies sich als überflüssig: Neue Texte fanden bei künftigen Auflagen Berücksichtigung, indem sie entweder im ersten Band gegen (meist in den Anhang verwiesene) Märchen ausgetauscht oder im zweiten Band an die ursprünglich 70 Nummern angehängt wurden. So wuchs die Zahl der Texte auf insgesamt 210.
Inhalt: Die Kinder- und Hausmärchen enthalten neben etwa 60 Märchen im heutigen Sinn alle Typen der Volkserzählung: Scherz-, Lügen- und Gruselgeschichten, Schwänke und Legenden, Tiererzählungen, Natursagen und andere sog. einfache Formen. Den Anfang machten Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich (Band 1) bzw. Der Arme und der Reiche (Band 2), eine Version der schon in R Ovids Metamorphosen enthaltenen Sage von Philemon und Baucis. 
Während die Grimms die Texte des ersten Bandes in sechs Jahren aus mündlichen und schriftlichen Quellen ihrer hessischen Heimat sammelten, stützten sie sich für den zweiten Band vor allem auf Erzählungen einer Bäuerin. Doch hielten sich die Brüder keineswegs an die von ihnen selbst geforderte getreue Wiedergabe der Texte. Vor allem Wilhelm (der die Märchensammlung ab der zweiten Auflage allein betreute) zögerte nicht, sein Material auszumalen, um die Handlung präziser zu motivieren und größere Anschaulichkeit zu erzielen. Außerdem ersetzte er indirekte durch direkte Rede und feilte unermüdlich an der Sprache, bis der heute charakteristische Grimmsche Märchenton entstand. Ein pädagogisches Anliegen hatte er dabei zunächst nicht, auch wenn er nach und nach anstößige Stellen tilgte. Die Grimms glaubten vielmehr, dass sich in der mündlichen Erzähltradition des einfachen Volks Reste »uralter, wenn auch umgestalteter und zerbröckelter Mythen« erhalten hätten, deren »Urform« es zu rekonstruieren gelte, damit »die Poesie selbst, die darin lebendig ist, wirke und erfreue«. Erst allmählich setzte sich der Gedanke durch, dass die Kinder- und Hausmärchen auch (wie es in der Vorrede zur zweiten Auflage 1819 heißt) »als ein Erziehungsbuch« dienen sollten.
Wirkung: Schon zu Lebzeiten der Brüder Grimm erschienen sieben Ausgaben der Kinder- und Hausmärchen; eine von Wilhelm zusammengestellte kleine Ausgabe mit 50 Texten brachte es auf neun Auflagen. Der große Erfolg regte Sammler im In- und Ausland an, es den Grimms gleichzutun. Zur größten Konkurrenz wurde das Deutsche Märchenbuch (1845) von Ludwig Bechstein (1801–60), das in nur sieben Jahren eine Auflage von 63 000 Exemplaren erreichte. Trotz ihrer vielfältigen wissenschaftlichen Leistungen sind die Kinder- und Hausmärchen das bis heute populärste Vermächtnis der Grimms geblieben. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Hartcover - stärkere Gebrauchsspuren, aber noch ok - Seiten leicht vergilbt - ein sehr schönes Buch mit viele Bildern
Sammlerstück 5 Euro + Porto (86)


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