Gottfried Keller - Gedichte

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A & C GmbH
D-15738 Zeuthen, Kurt-Hoffmann-Straße 22
(2 Bewertungen)
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0160 8908901
Artikeldetails
Preis:
€ 4,99
 

GEDICHTE

ein Büchlein von

Gottfried Keller
 
Verlag, Druckerei etc.
 
Port Verlag Urach

1. - 10. Tausend

Einbandgestaltung von Carl Keidel, Stuttgart

Satz und Druck: Dr. Cantz'sche Druckerei Stuttgart-Bad Cannstatt
 
Art und Zustand des Einbandes
 
Pappeinband mit Leinenrücken (Hardcover / Halbleinen)

leicht berieben

an den Ecken und Kanten stellenweise leicht gestaucht

guter altersgemäßer Zustand
 
Seitenanzahl und -zustand
 
101 Seiten

leicht randgebräunt

mit den üblichen Gebrauchsspuren, die beim Lesen auftreten können
 
Sprache und Schrift
 
Deutsch
 
Buchabmessungen
 
Buchhöhe: ca. 190 mm

Buchbreite: ca. 120 mm

Buchdicke: ca. 10 mm

Versandgewicht: ca. 200 g
 
weitere Informationen
 
Ausgewählt und eingeleitet von Emil Ermatinger

 

VORWORT
 
Die große Lyrik wird, geschichtlich betrachtet, aus zwei Gebieten bestritten: das eine ist das Schaffen der gottbegnadeten Lyriker, derjenigen Dichter, denen die Lyrik ursprüngliche Sprache der Natur ist; das andere sind die Werke derjenigen, die im Hauptberufe Dramatiker oder Epiker sind und bei denen die lyrischen Gedichte nur vereinzelte, durch Zeit und Gelegenheit bedingte Schöpfungen des Temperaments darstellen, ohne dass zwischen den Gedichten der einen oder andern ein grundsätzlicher Unterschied des Wertes ist. Gottfried Keller gehört zu der zweiten Art. Er war Lyriker vor allem in seiner Jugend, und die späteren Jahre des zum Erzähler Gereiften zeitigten nur wenig Gedichte mehr. Am 19. Juli 1819 in Zürich als Sohn eines vom Lande stammenden Drechslers geboren, durchlief er in seiner Vaterstadt die Volks- und Mittelschule bis in die zweite Klasse der Industrie- oder Realschule, wo die Kurzsicht einer voreingenommenen Behörde einen harmlosen Übermutsstreich einer Klasse mit der Wegweisung des vermutlichen Rädelsführers aus der Schule bestrafte. Nun wollte Keller Maler werden. Aber weder in Zürich, wo er erst in die Hand eines Pfuschers, dann eines Geisteskranken geriet, noch in München, wo er ein phantasiereiches Bummelleben führte, brachte er es in der Kunst auf einen grünen Zweig. Die Not trieb ihn 1842 wieder nach Hause, und da erwachte im Sommer 1843 an den Klängen der politischen Freiheitssänger der Zeit der Dichter. Ein erster Band Gedichte erschien 1846, ein zweiter 1851 und 1854. Als das zweite Bändchen herauskam, war der Dichter bereits wieder in Deutschland und hatte seine eigentliche Sprache, die Epik, gefunden. In Heidelberg hörte er im Winter 1848/49 die materialistischen Vorträge Ludwig Feuerbachs, in Berlin schrieb er seinen autobiographischen Roman „Der grüne Heinrich" und den ersten Teil der „Leute von Seldwyla". 1855 kehrte er endgültig wieder nach Zürich zurück. Aber erst nach 1870 — er hatte inzwischen das Amt des Staatsschreibers erhalten — folgte den Erstlingen eine zweite Reihe erzählender Werke: der zweite Teil der „Leute von Seldwyla", die „Züricher Novellen", das „Sinngedicht". Erst als die epische Ernte im wesentlichen in die Scheune gebracht war, ging der Dichter an die Sichtung und Sammlung seiner Gedichte, die als stattlicher Band 1883 erschienen. 1886 folgte dann noch der politische Roman „Martin Salander", vier Jahre vor dem Tode am 15. Juli 1890.
 
Die „Gesammelten Gedichte" stellen so den Ertrag seines Lebens in lyrischer Form dar. Der erste Eindruck, den der Leser von Gottfried Kellers „Gedichten" erhält, ist: gedrängter Reichtum menschlichen und geistigen Gehaltes. Der zweite: feurige Geisteshelle. Keller hat sich als Staatsbürger zum Freisinn bekannt, der, als er zu dichten begann, alle begabteren und wirkenden Kräfte der Schweiz in seinen Bann zog. Mit Entschiedenheit und Mannesmut stellte sich der Dichter auf die Seite der für politische und gedankliche Freiheit Kämpfenden: Heil uns, noch ist bei Freien üblich Ein leidenschaftlich freies Wort, singt er im „Wegelied". Es ist bezeichnend, dass er seine politischen Gedichte in den ersten Band seiner Sammlung aufgenommen hat, der die wertvolleren Gedichte enthält. In dem „Grünen Heinrich" hat er das Wunderweben der nächtlichen Natur in tiefsinnigen und stimmungsreichen Bildern geschildert. Aber dem Lyriker ist es nicht gegeben, in traumhaftem Fühlen die hauchzarten Gespinste des Unbegreiflichen und Mystischen im Gedichte auszubreiten, wie es etwa Mörike vermochte. Auch wo er, wie in seinen Nachtliedern, das Geheimnis der Natur zu deuten unternimmt, geschieht es mit der klaren Sprache dessen, der nie sein Ich in die Dinge verliert, sondern sich mit ihnen verstandesmäßig auseinandersetzt. Er stellt nicht dar, er sagt au3, so von der Nacht: Sie ist eine alte Sybille Und kennt sich selber kaum; Sie und der Tod und wir alle Sind Träume von einem Traum.
 
Vor allem in den frühen Gedichten mischt sich die Reflexion gern in das Bild ein, erklärt, zerpflückt es, und es bedarf der ganzen feurigen Helle und des lyrischen Schwunges der Sprache, damit die Gedichte so stark wirken, wie sie es tun. Später schied er mit gereifter Kunst die gedanklichen und bildlichen Elemente. Er schrieb Gedankengedichte, wie die Bekenntnisse zu der diesseitigen Weltanschauung Feuerbachs. Er dichtete volksliedmäßige Weisen als im eigentlichsten Sinne lyrische Gedichte, und er verfasste erzählende Bildgedichte wie „Jung gewohnt, alt getan", „Der Taugenichts" und vor allem die herrliche und tiefsinnige Ballade „Der Narr des Grafen von Zimmern", die geradezu das Geheimnis von Kellers geistiger und künstlerischer Welt in sich birgt: er selber ist der Narr, der mit den Glöcklein seiner Kappe zur heiligen Handlung läutet, und auch bei dem Klingeln seines Humors lächelt „der Gott, der durch die Wandlung geht", auf dem Wege.
 
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