Bronzeskulptur "Vogel"- Original - Paul Wunderlich

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Original Bronzeskulptur von Paul Wunderlich, von Hand patiniert und teilweise poliert; signiert und nummeriert (im Guss); auf einem Sockel aus Naturstein. Gegossen im Wachsausschmelzverfahren bei der ARA-Kunst (Altrandsberg). Sie erhalten ein Exemplar aus der Auflage (eventuell abgebildete Auflagennummern dienen nur der Illustration).

Herstellverfahren:

Die Skulptur wurde im Wachsausschmelzverfahren (auch cire perdue oder a cera persa genannt) hergestellt. Bei dieser jahrhundertealten Metallgusstechnik wird von der Urform der Skulptur ein Modell aus Wachs hergestellt und mit Ton umkleidet. Beim Brennen dieses Ton-Wachs-Modells wird das wächserne Positiv über dünne Luftröhren aus der Tonhülle "ausgeschmolzen" - dies hat der Gusstechnik den Namen Wachsausschmelzverfahren gegeben. Zurück bleibt innerhalb des Tonmantels ein Hohlraum, welcher die exakte Form der zu fertigenden Skulptur besitzt. Der Hohlraum wird nun mit geschmolzener Bronze verfüllt, wobei darauf zu achten ist, dass das flüssige Metall nicht zu schnell oder zu langsam (mit Unterbrechungen) eingegossen wird, da sonst Luftblasen entstehen können, die den kompletten Guss ruinieren. Sobald die Bronze erkaltet ist, wird der Ton vorsichtig zerschlagen, um an den Rohguss im Inneren zu gelangen. Somit sind sowohl das Wachsmodell (das Positiv) als auch der Tonmantel (das Negativ) zerstört - weshalb das Verfahren gelegentlich auch "Verfahren mit verlorener Form" genannt wird. Der gewonnene Rohguss wird nun aufwendig von Hand nachbearbeit: er wird je nach Bedarf und Vorgabe patiniert, poliert und gewachst.

Sowohl die Herstellung der Form als auch der eigentliche Guss und die Nachbearbeitung der Skulptur erfolgen von Hand und erfordern höchstes handwerkliches Geschick und Können. Das Verfahren ist extrem aufwenig, da für jede einzelne Skulptur der Auflage ein eigenes Wachsmodell hergestellt werden muss.

Künstlerinfo

Paul Wunderlich wurde am 10. März 1927 in Eberswalde geboren.

Nach einer Zeit als Flakhelfer und Kriegsgefangener zog er zu seiner Mutter nach Eutin, absolvierte dort am Johann-Heinrich-Voß-Gymnasium das Abitur und besuchte anschließend die Schloßkunstschule in der Orangerie des Eutiner Schlosses. 1947 wurde er Student an der Kunstschule in Hamburg, wo er sich in der Klasse Freie Graphik bei Willi Tietze einschrieb. Seine Mitschüler waren unter anderen Horst Janssen und Reinhard Drenkhahn. Nach einer Unterbrechung nahm er das Studium 1950 wieder auf, das er 1951 bei Willem Grimm abschloss. Anschließend wirkte er als Lehrbeauftragter an der Hochschule für bildende Künste Hamburg für die Techniken der Lithografie und Radierung. Ebenfalls 1951 druckte er für Emil Nolde („Der König und seine Mannen“, Radierung) und 1952 für Oskar Kokoschka die Grafik-Suite „Ann Eliza Reed“ mit elf Lithografien.

Nach einer frühen, im Wesentlichen realistischen Schaffensphase entwickelt er ab etwa 1959 den für ihn charakteristischen Stil. Seine frühen Werke zeigen zerstückelte, disproportionierte Körper vor leerem Hintergrund.

1960 kam es zur Beschlagnahmung des Lithographie-Zyklus „qui s'explique“ durch die Hamburger Staatsanwaltschaft wegen unsittlicher Darstellungen. Die Rückgabe erfolgt 1985 ohne Kommentar durch die Staatsanwaltschaft. 1961 erhält Wunderlich den Kunstpreis der Jugend für Graphik, mit dem Preisgeld verlegte er seinen Wirkungskreis nach Paris. 1962 arbeitete er in der Werkstatt Desjobert in Paris, erstmals konnte er vom Verkauf seiner Lithografien leben. 1963 kehrte er nach Hamburg zurück und wurde (bis 1968) – als Nachfolger von Georg Gresko – Professor an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und begann 1969 unter dem Einfluss von Salvador Dalí mit der Erstellung von Skulpturen und Plastiken aus Bronze.

Paul Wunderlich war seit 1971 mit der Fotografin Karin Székessy verheiratet. Er lebte und arbeitete in Hamburg und Saint-Pierre-de-Vassols (Provence), wo er nach kurzer schwerer Krankheit am 6. Juni 2010 starb.




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